Winter-Clan

Wir sind die Katzen des Winterclans, und wir wollen DICH im Clan
 

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Tropfenpfote

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BeitragThema: Geschichte selber schreiben   Do Sep 05, 2013 12:05 pm

das Eingangsposting lautete :

Hey Leute,
ich hab mir gedacht, wir könnten so etwas wie ein Rollenspiel machen.
Jeder, der Lust hat, mitzumachen, schreibt aus der ICH-PERSPEKTIVE seiner Katze, was sie grade tut, wo sie ist, warum sie etwas macht, was sie sagt und so weiter. Bitte keine unrealen Sachen schreiben, wie "Ich gehe in den nächsten Supermarkt" oder "Ich fälle schnell einen Baum", ihr wisst was ich meine! Wink
Und bitte niemanden töten und nur eure "Aufgaben" mach, als ein Schüler teilt keine Patrouillen ein oder ein Heiler geht auch nicht mit einem Jungen trainieren... :)Schreibt am Besten im Präsens/Gegenwart, dann kommt es besser rüber :DIch dachte mir dabei, so kann man neue Bekanntschaften schließen und Gefährten finden und so weiter. Smile

Ich fange mal an:

Ich wache gerade auf, geweckt von einer Pfote, die mir an den Kopf geschlagen hat. Ich fahre hoch, öffne meinen Mund und sauge die morgendliche, kühle Luft ein. Alles, was ich rieche ist der abgestandene Duft von Honigpfote. Es sind alle Nester leer! Die anderen Schüler müssen wohl schon früh aufgestanden sein.  Es war wohl meine eigene Pfote. Ich lecke mir kurz über das Brustfell, dann stehe ich auf und setze mich vor den Schülerbau in die wärmende Sonne. Plötzlich knurrt mein Magen. Erst jetzt merke ich, dass ich riesigen Hunger habe! Ich stehe auf und gehe zum Frischbeutehaufen. Es sind nur noch eine mickrige Maus und ein alter Specht übrig. Ich nehme mir den Specht und setze mich auf einen leeren Platz mitten auf der Lichtung. Ich genieße den Vogel und die Wärme um mich herum.

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Zuletzt von Tropfenpfote am So Jan 05, 2014 12:15 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 6:48 am

Ich laufe hinter Tropfenpfote her, und finde sie eingerollt unter einer Baumwurzel.
Ich schaue die Kätzin an. Sie hat recht. Krieger sind zum kämpfen da. "Du hast recht, aber manchmal ist es besser davon zu laufen. Wenn man weis, das man einen Kampf nicht gewinnen kann. Und ich könnte Rosly niemals umbringen, deshalb kann ich nicht kämpfen. Außerdem ich der Clan im Moment nicht stark genug für solch eine Schlacht. Wie haben zu wenig Krieger, zu wenig Jungen, ein Kampf hätte nur noch mehr Verluste bedeutet. Komm jetzt Tropfenpfote, es wird Zeit.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 6:58 am

Einen Moment zögere ich, doch dann stehe ich auf und folge der sanften Stimme meiner Mentorin. Es hat keinen Sinn, hier zu bleiben. Ich werde nur verhungern, denn sehen kann ich nichts, jagen und kämpfen auch nicht und mir ist kalt, weil ich mir zu viel Fell ausgerissen habe, als ich um mein Leben gerannt bin. Also gehen wir gemeinsam über den Schnee, über eine zugefrohrene Pfütze und durch weiches Gras bis zu unserem Clan. Ich spüre förmlich die Blicke auf mir Ruhen. Schwerer Angstgeruch liegt in der Luft. Verzweiflung, Wut, Trauer. Und ich rieche noch etwas. Ein Geruch, der nicht zu verwechseln ist. Blut! Irgendetwas stimmt hier nicht!

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 7:06 am

Wir kommen gerade am Fluss an, als ich diesen Geruch warnehme. Diesen Geruch von Angst und Blut und tot.Ich renne los,achte nicht darauf ob Tropfenpfote nachkommt oder nicht, vielleicht is es besser wenn sie das hier nicht mit erlebt. Ich erblicke meinen Clan. und ich erblicke Sie.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 7:13 am

Plötzlich sprintet Die Katze neben mir los. Ich hinterher. Der Geruch aus Tod, Angst, Blut und Trauer überwältigt mich und ich bekomme fast keine Luft mehr. Kurz passe ich nicht auf, wo ich hinrenne und sofort bestraft mich der Sternenclan dafür. Ich renne schnurstraks in Sonne rein. Oh nein! Doch sie bleibt einfach nur stehen und starrt auf etwas. "Sonnenuntergangsstern! Auf was starrst du denn?" Ich öffne mein Maul und prüfe die Luft. Erst jetzt fällt es mir auf. Zwischen all den erdrückenden Gerüchen liegt ein Gestank in der Luft, den ich sofort wiedererkenne. Sonne starrt auf Rosly. Und in ihrem Maul hängt eine tote Katze.

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 7:25 am

Ein Schreibahnt sich in meiner Kehle den Weg nach draußen " DAS HAST DU NICHT GETAN, DAS KANNST DU NICHT GETAN HABEN!" Es ist mir egal was der rest des Clans von mir denkt. Sie haben sich alle Tief gedukt, in der Hoffnung nicht aufzufallen und verschont, zu bleiben.
Doch nicht alle waren erfolgreich. einige Katzen liegen tot am Boden, Streuner steken über ihnen und ergötzen sich an ihrem Blut und der Angst der überlebenden.
Doch das ist es nicht, was mich so fertig macht. Es ist der Schlaffe, leblose körper von Apfeljungen, dem letzten lebenden verwandten von Tropfenpfote. Ich bin froh, das der jungen Kätzin dieser Anblick erstart bleibt. alles in mir strebt danach sich auf das Monster von Schwester zu stürzen, doch ich schaffe es nicht.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 7:44 am

Ich prüfe ein weiteres Mal die Luft, doch ich kann nicht feststellen, welche Katze in Roslys Maul hängt. Ich rieche so vieles! Ich rieche Jaguarjunges, eindeutig tot. Ich rieche Ampferteich, Häherfeder, Schneepfote, Tränenschatten, alle hier, doch wer ist diese tote Katze vor mir?
Ich bekomme es mit der Angst zu tun, ich kann Apfelpfote riechen. Aber wo ist sie? Lebt sie noch? Ich rieche Blut an ihrem Fell und eine eiternde Wunde und... Da ist noch etwas! Spucke! Ich rieche Spucke an ihrem Fell! Ich konzentriere mich ganz auf meine Schwester, von wem stammt die Spucke?
Plötzlich war es mir klar. Es ist die Spucke von Rosly! "NEIN!!!!", schreie ich mit all meiner Kraft. Ich drehe mich um renne. Ich streife Dornenbüsche, Wurzeln, Bäume, egal. Ich kann mich nicht mehr zurückhalten. Doch neben mir rennen zwei weitere Katzen. Streuner! Mir egal, ich renne weiter, egal wohin, nur weg. Die Streuner überholen mich, rennen vor mich und bleiben abrupt stehen. Ich krache in sie hinein, falle zu Boden und versuche wieder aufzustehen, doch schon hat mich der eine Streuner im Nackenfell, der andere an meinen Hinterpfoten. ich strampele mit den Beinen, fauche, beiße um mich, doch alles vergebens. Die Kater lassen nicht locker.
Sie tragen mich zu den anderen zurück und werfen mich vor ihre Anführerin. Ich bleibe einfach liegen, unfähig, mich auch nur rühren zu wollen.

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 7:53 am

Ich starre Rosly an. Ich sehe das hämische Grinsen auf ihrem schönen Gesicht, den Spot der aus ihren goldenen Augen Sprüht. ich will mich auf si stürzen, zu ende bringen was ich schon längst hätte tun sollen, doch etwas hält mich zurück. Tropfenpfote liegt neben Rosly, sie muss weg gerannt sein denn ein Streuner bringt sie herbei und legt sie Rosly zu Füßen. Rosly lässt das tote Junge fallen. mit einem Dumpfen schlag trofft es auf der gefrorenen Erde auf.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Do Jan 02, 2014 11:41 am

Plötzlich fällt etwas auf mich. Ich springe auf und will zu Sonne rennen, doch Rosly hält mich am Schwanz fast und zerrt mich zurück. "Bleib sitzen oder du wirst so enden, wie deine Schwester!" Vor Angst setze ich mich neben sie und rühre mich nicht. Meine Schwester liegt neben mir, wie ich an ihrem Geruch nach Tod und Blut erkenne. Mir wird übel. "Und Sonne, hab ich dir zu viel versprochen?", ruft Rosly zu meiner Anführerin. "Ich habe dir doch gesagt, es wird ein Nachspiel geben. Da hast du es!" Dann wendet sie sich zu mir. Sie kommt so nah vor mein Gesicht, dass ich ihren kalten Atem auf meiner Nase spüre. "Was soll ich jetzt mit dir tun? Du hast unseren Kampf vermasselt! Wegen dir wäre ich beinahe gestorben!" Dann flüstert sie direkt in mein Ohr:"Tod oder Lebendig?"
Ich weiß nicht, was sie damit meint, doch ich kann es mir vorstellen.
Sie kreist um mich herum. Ruft immer wieder den Satz 'Tod oder Lebendig'. Die anderen Streuner jubeln ihr zu.

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Fr Jan 03, 2014 11:58 pm

Wie erstarrt beobachte ich das schreckliche Spektakel das Rosly extra für mich vorbereitet hat.
Ich bin wie gelähmt. Ich möchte mich auf sie stürzen, ihr die Kehle zerfetzen doch ich kann es nicht. Auch meine zweite Anführerin Rabbit muss es bemerken, denn sie kommt neben mich und legt ihren Schwanz um mich. Bei dieser Berührung zucke ich zusammen. Ich will losspringen doch ich kann es nicht. "Schon gut" flüstert Rabbit mir ins Ohr. "Ich werde das erledigen" Die Bedeutung ihrer Worte wird mir erst einige Sekunden später klar,, als sie sich mit Kampfgeheul auf Rosly stürzt. Die anderen Winterclankatzen folgen ihrem Beispiel und binnen Sekunden tobt ein Kampf auf der Lichtung. Und ich kann nur dasitzen und alle anstarren, unfähig mich zu bewegen.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 12:58 am

Kampfgeschrei, direkt neben mir. Ich fauche auf und springe zurück. Blut unter meinen Pfoten, auf meinem linken Ohr und auf meinem Fell. Ich folge dem Geruch von meiner Mentorin und sprinte zu ihr. Sie sitzt immer noch gelähmt da und starrt nach vorne. "Was ist da los? Sie müssen.Apfelpfote da rausholen!"

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 4:58 am

- - - Apfelpfote? Smile - - - - -

Ich sitze immer noch da, bemerke den kamampf nicht, bemerke tropfenpfote nicht, alles was ich sehe ist eine verschwommene Mischung aus grau-schwarzen Katzen, rotem blut und ein Hauch von gold. Goldene Augen. Goldjungen. So hatten sie und genannt, oder doch nicht? Damals, vor langer Zeit.. Doch, ich glaube Goldjungen war es, wegen den goldenen Augen, diese Augen, die ich nie vergessen konnte. Gold, was für eine schöne Farbe. So mächtig, so unantastbar, gold ist einamlig, edel, schön und selten. Gold. Wie das Fell meiner Mutter, Gold wie die Morgensonne, Gold, so herrlich, so grausam. Diese Goldenen Augen, die mich auch dann noch gefangen halten, als Rabbit der besitzerin der goldenen Augen das Genick durchbeißt, die goldenen Aufen, die sich langsam schließen, der blick der immer das gleiche sagt "Verräter, verräter, verräter, verräter.."
Gold ist grausam, gold vergisst man nicht. verräter, verräter, verräter. Ich habe sie verraten, die katze mit den goldenen Augen, die ich immer geliebt habe, auch als sie mich unbringen wollte, die kätzin, die mich verlassen hat, und ihr Herz bei mir gelassen hat. Ihr Herz, das ich all die jahte für sie aufgehoben hatte, ihr goldenes herz. So Einfühlsam, so treu, so loyal, so aufopferungsvoll, so... golden.
Und ich konnte es ihr nie zurückgeben, das Herz das immer besser war als meins, immer netter, immer beherschter, immer liebevoller. Besser, goldener und jetzt? Verräter. Sie hat es verloren und ich konnte es ihr nicht zurück geben, zu spät. verräter. verräter. verräter. Zu spät, die goldene Sonne ist untergegangen, das goldene Herz hat den glanz verloren, bis es schwarz war wie die Nacht. verraten, verloren, verleugnet, vergeudet, verschwunden, fort, weg, für immer.

Ein Schrei entringt meinem zusammengesunkenen Körper. Überwältigt von Schuld, reue und trauer breche ich zusammen. Ich kann nicht mehr, nicht länger mit zwei herzen, einem schlechten und einem verlorenen, der Schuld. Verrat. Nicht länger mit der Erinnerung an die goldenen Augen, die ich jedes mal sehe, wenn ich in den Fluss blicke.
Ich kann nicht mehr. Ich liege da, nehme nichts mehr wahr, ich will nur noch sterben, nichts wissen, schuldlos, unschuldig, frei, kein gold, kein glanz, kein Ruhm, kein leuchten. frei, unschuldig schuldlos.
Ich bin bereit Sternenclan, holt mich, ich will gehen.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 5:58 am

Das Knacken, als das Genick bricht, lässt mich zusammenfahren. Die Trauer, das Entsetzen, die Wut, die Angst, die Verzweiflung, der Hilfeschrei. Alles erdrückt mich. Meine und Sonnenuntergangssterns. Alles verloren. Wir sind wie Geschwister, wie Seelenverwandte. Wir haben alles verloren, was uns am Leben gehalten hatte. Zusammen fallen wir auf den Boden, brechen zusammen, bleiben liegen, trauern, wollen nicht mehr. Blut! Angstgeruch! Und dazwischen noch etwas... Triumph!
Es ist Rabbit. Triumph! Sie ist stolz auf sich, denn sie tat das Letzte. Das Vollendende. Der Biss. Er kam von ihr.
Auch, wenn Rosly aus einem liebevollen Geschöpf zu einem wütenden Rachegeschöpf wurde, auch, wenn sie mein allerliebstes Herz weggenommen hatte, gestohlen hatte, das, was mich noch am Leben hielt. Auch, wenn sie viel Leid gebracht hatte, war Triumphgefühl nicht das, was man haben durfte.
Und mir fällt noch etwas auf. An Rabbit. Machtdurst! Mir stockt der Atem. Plötzlich kann ich ihre Gedanken lesen. 'Was, wenn die arme Sonnenuntergang nicht mehr leben will? Wer wird dann Anführer? Ich glaube... Hmm.... ICH!'
So etwas hätte ich nicht von ihr erwartet. Machtdurst!

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 6:24 am

Ich liege immer noch da, warte, doch es passiert nichts. Dann begreife ich: Ich werde nicht erlöst, ich werde nicht gerettet, so gnädig ist der Sternenclan nicht. Er schenkt mir keine Unschuld, kein Seelenfrieden, kein Erbarmen, er lässt mich hier, mit dem kalten Körper meiner geliebten Schwester, mit den ausdruckslosen, goldenen Augen, alleine, in einer Welt voller Trauer, voller Neid, voller Verlust. Ich beneide Rosly. Ihr wurden Flügel geschenkt, Flügel, mit denen sie von dieser grauen Welt fliegen konnte. Auch wenn es Rabbit war, die ihr die Flügel brachte, Rabbit, die ihr die Möglichkeit gab zu fliegen, von der kaputten, grauen Welt, die ihren Glanz verloren hat, die nichts goldenes mehr hat, außer Roslys Augen, die jetzt auch verloren sind. Fort, weg, weit weg, für immer, nie wieder, und ich? ich werde dagelassen, gebrochen, alleine. Ich habe niemand mehr, keine Familie. Was ist eine Katze ohne Familie? Wie ein Blatt ohne Baum, zum scheitern verurteilt, herausgerissen, fallen gelassen, und dann - nichts. Nichts als leere, leere die nichts füllen kann, leere die sich alles holt, mich von innen auffrisst, alles auffrisst, sie ruht nicht, ist sie ein mal da, geht sie nie weg, breitet sich aus, bis sie am Ende deine Seele verschlingt.

Die Leere kam zu mir, als Rosly ging. Und sie wuchs, und jetzt ist sie da, komplett, und jetzt, ist nichts mehr von mir da. Als die goldenen Augen gingen, ging auch der Rest von mir, und alles was bleibt, ist leere.

Soll der Clan doch tun was er will, Rabbit wird ihn führen, Rabbit, der ich mein leben anvertraut habe, Rabbit wird es schaffen, sie hat es verdient. Sie wollte mir helfen, deshalb hat sie Rosly getötet, sie erlöst, ihr Flügel geschenkt.

Töte mich Rabbit, erlöse mich, schenk mir Flügel, ich will fliegen, wie ein Vogel, frei, weg, weg von der Welt, deren letztes bisschen Gold ging, als Rosly ihre Augen zum letzten mal schloss.
Fliegen, wie sie, mit ihr, wie früher, nicht mehr alleine, mit ihr, mit meiner Mutter, Goldregen, Goldjungen, zusammen, vereint, fliegen, frei, für immer.

Tu es Rabbit, tu es, ich weis das du es willst, ich weis das es das ist was du immer wolltest, tu es, schenk dem wrack, das noch von mir übrig ist Flügel, erlöse mein Herz, lass meine Seele gehen, befrei mich von der leere, bitte Rabbit, bitte. Tu es, du wolltest es seit zu ein Schüler bist, tu s, das was du immer tun wolltest. Und dann, lebe den Traum vom Clanführer, bis dir jemand Flügel schenkt, und dich von dem damit verbundenen Elend erlöst, und mache Platz, für jemand, den das gleich Schicksal ereilt, Leere, Trauer, Verantwortung. Schwarte Welt, schwarte Nacht, schwarze Seele. Ohne Gold, kein Glanz. Dreckig, kaputt alt. gib es ihm, das Schicksal, einer muss es tragen. Und du hast das Pech, der nächste in der Reihe zu sein. schenk mir Flügel, und dann, nimm dein Schicksal an, ein Schicksal, voll mit Dunkelheit und leere.

Aber davor, schenk mir Flügel.

Ich kann nichts denken, ich will gehen, weg. Mein Gehirn spielt verrückt, assoziiert. Ist es so, wenn man stirbt? Wenn ja, dann bin ich froh, endlich bekomme ich meine Flügel, wie die schöne Kätzin mit den goldenen Augen.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 6:41 am

Pfotenschritte, Geschrei, Jubel, Trauer, Blut, Angst. Mein Kopf schwirrt. Ich habe Angst. Angst um Sonnenuntergangsstern. Angst um mein Leben. Nicht, weil es bald enden könnt. Nein. Weil ich nicht weiß wozu es sich noch lohnt. Zu leben. Zu trauern. Zu atmen. Alles zwecklos.
Leben ist ein Geschenk. Mancheiner kann es genießen. Die Freude. Die Spannung. Die Erstauntheit. Die Lust. Der Spaß.
Leben ist eine Strafe. Man muss es ertragen. Die Trauer. Das Leid.
Die Angst. Die Verzweiflung. Die Wut. Die Hilflosigkeit.
Doch wenn man nichts mehr hat. Niemanden. Nichts mehr fühlt, außer Sehsucht, was bringt einem ein vermeintliches Geschenk dann. Man sehnt sich. Nach seinen Liebsten. Nach dem Sternenclan.
Meine Gedanken schweben. Meine Ohren sind zu. Ich rieche nichts mehr.

Ich schwebe! Hat mich Apfelpfote sanft hochgehoben und wird mich zum Sternenclan mitnehmen? Bitte. Mein größter Wunsch! Bitte Apfelpfote! Nimm mich mit! Hol mich! Ich will mitgehen!

Nein, es ist etwas anderes. Jemand anderes. Jemand trägt mich. Wer? Ich riech nichts. Ih höre nichts. Nur Stille. Ich sehe nichts. Nur schwarz. Bitte, meine geliebte Schwester, hol mich. Nimm mich mit! Trag mich! Lass mich nicht alleine.

Leben ist eine Strafe.

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 7:01 am

Ich nehme wirder etwas wahr, Rabbit. Die sanfte Rabbit, die meiner Schwester Flügel brachte. Sie ist da, um mich auch dem Himmel zu übergeben. Bitte, tu es Rabbit, tu es. Doch sie geht vorrüber,zu tropfenpfote, hin und hebt sie auf. Und in dieser Geste, steckt so viel liebe, so viel Zärtlichkeit. Sie nimmt sich der Schülerin an, der alles genommen wurde, schenkt ihr liebe, vertreibt ihre leere, gibt ihr eine Familie, gibt ihr Wurzeln, keine Flügel. Sie ist zu jung zum Fliegen, sie soll bleiben, auf Ewig, sie bekommt Wurzeln, die sie halten und stützen. Und Rabbit gibt sie ihr. Liebe. Liebe, leben Hoffnung, Glanz, gold. Liebe ist wie Gold. Liebe glänzt, liebe Heilt, liebe ist Edel, herrlich, schön. Rabbit schenkt Tropfenpfote Liebe. Liebe, die sie braucht.

und ich ? Was bekomme ich? Ich bekomme weder Flügel noch Wurzeln. Niemand erlöst mich, niemand liebt mich. Niemand tötet mich, niemand braucht mich. Wer gebraucht wird hat einen recht zur Existenz. wer existieren darf, darf da sein, wer da ist, wird gebraucht. Wer gebraucht wird, wird geliebt. Wer geliebt wird kann lieben. wer lieben kann ist golden.
wer nicht liebt, kann nicht geliebt werden, wird nicht gebraucht, nicht benötigt, nutzlos, kein Recht auf Existenz, Nicht gebraucht.
Wer nicht gebraucht wird fühlt nichts. ist leer, leere.
Ich bin leer. man braucht mich nicht. Ich habe weder Flügel, noch wurzeln. Ich treibe im nichts, bis jemand sich erbarmt und mir das eine oder das andere gibt. so lange, nichts.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 1:45 pm

Ja, ich fliege. Apfelpfote, bist du das? Ich spüre weiches Fell. Meine Gedanken schwirren. Ich denke an Roslys letzte Worte an mich: Tod oder Lebendig?
In diesen Worten stecken tausend Gefühle. Hass, Trauer, Wut, Angst, Genervtheit, Lust, Hohn, Grimmigkeit, Verzweiflung, Ratlosigkeit, Rachedurst, Triumphdurst, Sehnsucht. Und noch etwas.
Liebe. Ich konnte ihre Liebe spüren. Sie war warm, bevor sie erlosch. Sie war schön, bevor sie ging. Sie war ein Geschenk, bevor sie für immer verschwand.
Doch für wen galt diese Liebe? Ihrem Clan? Ihrem Gefährten? Ihrer Schwester? Konnte sie jemals einer Katze Liebe schenken, wenn sie sie so sehr hasste, dass sie sie sogar töten würde?
Ich weiß es nicht und ich werde es nie erfahren. Werde nie erfahren, wer Rosly wirklich war. Was sie fühlte. Wie sie fühlte. Werde nie erfahren wie meine Schwester groß wird. Wie sie eine Kriegerin wird. Was für eine Kriegerin sie wird. Wie sie jagt, wie sie kämpf, wie sie.... liebt. Liebe, ein Geschenk, Liebe, eine Gabe, Liebe, eine Sucht. Liebe eine Strafe. Liebe, ein Wunsch.
Von meinen Gedanken geleitet, von meinen Gefühlen müde, von den Gerüchen gewiegt, von den Geräuschen erdrückt, werde ich sanft, aber hart zugleich in eine tiefe Ohnmacht gebracht, aus der ich mit meinem Willen alleine, ohne Hilfe nicht mehr herauskomme.

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   Sa Jan 04, 2014 11:44 pm

Ich befinde mich auf einer großen, von Neuschnee bedeckten Lichtung. Eine Schneeflocke fällt auf meine Nase und ich versuche sie mit der Zunge auf zu schlecken. Es schneit. Überall sind Schneeflocken. Ich hopfe auf der Lichtung herum und versuche sie zu fangen. Am Rande der Lichtung sehe ich eine Katze. Ihr rotes Fell leuchtet wie Feuer in der Mittagssonne, und der Glanz ihrer goldenen Augen erwärmet die ganze Lichtung. Ich stürme auf sie zu und renne sie über den Haufen. gemeinsam kugeln wir durch den Schnee. spielerisch schnappt sie nach meinem Schwanz, ich stoße sie weg und renne hinter ihr her. Mit Anlauf springe ich auf ihren Rücken und drücke sie flach auf den Boden. Mit leiser Stimme flüstere ich ihr in das Ohr "Ich hab dich Smile"
Die Kätzin unter mir stöhnt auf. "Irgendwann musst du mir zeigen wie das geht Sonnenunterganjunges.
Vergnügt springe ich auf und hopse über die Lichtung. Rosenjunges rennt nemen mir her, springt hoch und lässt sich rücklings in den Schnee fallen. Ich kogele mich vor Lachen. Da ertönt eine mit bekannte Stimme vom anderen Ende der Lichtung. "Hey ihr Schneetieger, kommt rein, es wird kalt!"
Rosenjunges springt auf "Komm, wer zu erst da ist!" Dann rennt sie los. "Ich hab schon so gut wie gewonnen!" rufe ich ihr hinterher und sprinte los.
Während ich laufe verändert sich die Landschaft um mich herum. Die Bäume werden grüner, Gras wächst, meine Sprünge werden länger, meine Pfoten größer, als ich neben meiner Mutter am Rande der Lichtung sitze bin ich kein Junges mehr. Ich bin Sonnenuntergangsstern. "Was.." "psst Sonnenuntergang, was du eben erlebt hast, war Vergangenheit. Ich bin hier, weil ich mit dir reden muss, und um mich zu verstehen, musstest du das eben erleben." Sonnenregen legt ihren Schweif um mich. Und da fällt es mir Wieder ein. Die Streuner, der Fluss, Rabbit und Rosly, Rosenduft, Rosenstern. Meine Mutter leckt mir tröstend über das Ohr. Man muss die Vergangenheit ruhen lassen können Sonnenuntergang, So wie du dich an das Spielen im Schnee erinnert hast, wirst du dich auch immer an diesen traurigen Moment erinnern. Und doch, ist er so traurig, das dein Herz daran zerbrochen ist und nicht mehr geheilt werden kann. Du wirst ein Leben verlieren Sonnenuntergangsstern, doch du musst die Vergangenheit ruhen lassen. Was Rosly widerfahren ist, ist schrecklich, und es darf sich nie wieder wiederholen, keine Katze darf je wieder so viel groll auf den Clan hegen. Du musst dafür sorgen Sonnenuntergang. Das ist deine Aufgabe.

Nun tritt noch eine andere Katze auf die Lichtung. "Mondblüte" Die Kätzin läuft auf mich zu. Mondblüte ist von einem Dachs getötet worden als sie Schüler war, und hat im Sterben ihren Kriegernamen erhalten. Mondblüte. "Hallo Sonnenuntergangsstern. Ich habe dir, als du Anführerin wurdest dein siebtes Leben gegeben. Das Leben für die Aufopferung und Hingabe. Dieses Leben wird dir nun vom Sternenclan genommen. Also liegt es an dir, dafür zu sorgen, dem Clan die nötige Liebe, Hingabe und Fürsorge zu geben. Kümmere dich gut um alle, helfe denen die sich nicht freuen können. Ich bin sicher du kannst es" mit diesen Worten legte sie ihre Schwanzspitze auf meinen Kopf, und ich fühlte wie ein Leben mich verlies. "Du bist noch Jung Sonnenuntergangsstern. Führe deinen Clan gut, mit deinen sechs verbliebenen Leben. Es wird Zeit für dich, zurück zu kehren."
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 12:05 am

Etwas warmes fährt über meine Brust. mmmmm.... Eine Zunge. Das tut gut. Ich höre auf zu zittern und atme auf. Ich rieche Rabbit. "Tropfenpfote, wach auf!", flüstert sie mit warmer, sanfter Stimme. Ich blinzele, versuche meine Augen aufzumachen. Doch als ich sie öffne bleibt alles schwarz. Rabbit setzt sich auf und ich spüre ihren mütterlichen Blick auf mir. Ich stehe mit wackligen Beinen auf und strecke mich erst einmal. Meine müden Glieder und mein steifer nacken tun weh. Ich setze mich neben Rabbit und prüfe die Luft. Ich rieche Ampferteich, Häherfeder, Frostpfote, Honigpfote und alle anderen des Winterclans. Doch ein Geruch fehlt und sein Fehlen ist schmerzhaft und hinterlässt eine lücke in meinem Herzen, die nur eine Katze wieder füllen kann. "Wo ist Sonnenuntergangsstern?", frage ich Rabbit und stehe nervös auf. Sie antwortet mit einem nervösen zucken: "In Sicherheit. Sorge dich nicht um sie, sie wird kommen." Ich spüre förmlich ihre Lüge. SIe konnte noch nie besonderes gut lügen. Also springe ich hinüber zu Frostpfote, die sich gerade um die Wunden ihren Kameraden kümmert. "Wo ist Sonnenuntergangsstern? Hast du sie gesehen?", frage ich ängstlich. Sie hat ebenfalls keine Ahnung, wo meine Mentorin sein könnte. Ich prüfe ein weiteres Mal die Luft und stelle entsetzt fest, dass sie nicht durch den Lagereingang gekommen ist. Ich stürme hinaus und folge dem Weg, den die Geruchsspur vom Winterclan hinterlassen hatte, als alle zurückgegangen waren.
Ich komme an jenem Platz an, wo die Liebe von mir und Sonnenuntergangsstern gestorben war. Ein Stich durchfährt mich, als hätte eine Katze mein Herz zerkratzt. Langsam laufe ich dem Duft von meiner Anführerin hinterher. Ich weiß, dass Apfelpfotes und Roslys Leichnahme nicht mehr hier liegen, doch trotzdem traue ich mich nicht näher zu ihrem Sterbeort zu gehen. Ich entdeck Sonnenuntergangsstern mit geschlossenen Augen neben einem Felsen. Ich schnuppere an ihr. Sie ist eiskalt. Wie viele Leben hat sie noch? Ist sie mit ihrer Schwester gegangen?
Ich drücke meine Nase an sie und atme ihren Duft ein. Er tröstet mich und ich lege mich zu meiner Mentorin um sie zu wärmen. Ich drücke mich an sie, spüre ihr weiches Fell und schließe meine Augen. Still bleiben wir liegen.

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 12:23 am

Ich will rufen "NEIN, Sonnenregen, Mondblüte, lasst mich nicht alleine, ich brauche euch!" Doch es ist Schon zu spät. Die kurze Auszeit der Trauer ist vorbei.
Ich erwache am Boden. meine Glieder sind kalt und mein Körper ist von neuem Schnee bedeckt. Vorsichtig setzt ich mich auf. Meine Füße zittern vor Kälte und Anstrengung. Es ist das erste mal, das ich ein Leben verloren habe. Ich muss mich erst an das Gefühl gewöhnen, das jetzt ein Teil von mir fehlt. ich tue ein, zwei wackelige Schritte. Dan bemerke ich, das ich nicht alleine bin. Tropfenpfote liegt zusammengekauert auf der Stelle wo auch ich bis vor kurzem gelegen hatte. Vorsichtig gehe ich zu der kleinen Katze hinüber. das heißt, so klein war sie eigentlich nicht mehr. Sie war mittlerweile auch schon 9 Monde alt. ich stupste sie an. "Tropfenpfote, was ist passiert? Wo sind die anderen, wo ist der Clan?"
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 12:30 am

Ich öffne meine müden Augen. " Tropfenpfote, was ist passiert? Wo sind die anderen, wo ist der Clan?", höre ich eine vertraute, tröstende Stimme. Ich setze mich auf und lasse meinen Schwanz über den Neuschnee gleiten. "Sie sind ohne dich nach Hause gekehrt, Rabbit hat vermutlich das Kommando übernommen, ich habe keine Ahnung, warum sie dich hiergelassen haben. Ich war ohnmächtig. Ich habe um dich getrauert und um meine und deine Schwester.", erkläre ich Sonnenuntergangsstern. Ich stehe auf und strecke mich. "Ich habe dich sofort gesucht und mich zu dir gelegt..."

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 12:42 am

Ich bin berührt von der Treue die diese Katze mir entgegenbrachte. Sie war als einzige zurückgekehrt, während der Rest des Clans einfach gegangen war.
Wut kocht in mir hoch. Ich bin Sauer, auf Rabbit auf Den Clan, auf die Streuner.
"Komm Tropfenpfote, es wird Zeit das wieder in Ordnung zu bringen. Für Apfelpfote und für Rosly."
sage ich mit grimmiger Entschlossenheit. In Gedanken füge ich noch hinzu :Für Mondblüte und für Sonnenregen.
Dann Stapfen wir los. Ich bin immer noch etwas wackelig auf den Beinen, weshalb ich nur langsam voran komme.
Tropfenpfote ist schon wieder fit und schnell unterwegs. Sie muss oft auf mich warten, doch sie drängt mich nicht. Sie versteht, das es mir etwas schwerfällt meinem Clan gegenüber zu treten, dem Clan der mich zurückgelassen hat wie eine verstoßene, räudige Katze.

Ich bin wieder einmal fasziniert, wie schnell Tropfenpfote vorankommt, trotz ihrer Blindheit. Sie wird eine gute Kriegerin denke ich während wir durch den Schneebedeckten Wals trotten.
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 12:03 pm

Ich bleibe auf einem Baumstumpf stehen und spitze die Ohren. Das leise Tippeln einer Maus im schnebedeckten Laub lässt meine Zu.ge über meinen Mund gleiten. Automatisch verfalle ich in die Sprungposition. Sonnenuntergangsstern hat es mitbekommen, denn sie bleibt stehen und rührt sich nicht. Ich schnuppere. Eine Spitzmaus! Schnell schätze ich ihre Entfernung ab, stelle meinen Schwanz ruhig und gleite leise nach vorne, bis ich nah genug an der Maus bin. Dann heckte ich nach vorne, packe die Maus und töte sie mit einem schnellen Biss. "Hunger?", frage ich in die Richtung, in der ich meine Mentorin vermute. Sie muss vor Hunger fast sterben, denn sie lag wahrscheinlich schon eine Weile da.... Also suche ich sonniges Plätzchen und setze mich neben Sonnenuntergangsstern. Die Maus schmeckt köstlich, ich habe seit Tagen nichts mehr gegessen!
Vorsichtig spreche ich ein heikles Thema an: "Wie viele Leben hast du noch?"

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 9:50 pm

Ich bin beeindruckt, wie Tropfenpfote es schafft ohne sehen zu können so gut und sicher zu laufen und zu Jagen.
Wir lassen uns die Maus schmecken. Ich verdränge den Gedanken, das eigentlich erst der Clan versorgt werden müsste. Sie sind immerhin gegangen. Und sie sind nicht vor einer halben Stunde gestorben!

Ich zucke ein bisschen zusammen, als Tropfenpfote mich nach meinen Leben fragt. Ist das wirklich ein Thema, über das ich mit meiner Schülerin sprechen solte? Andererseits, hat sie niemand anderen mehr als mich, und ich habe auch niemanden mehr. Wir haben uns do zu sagen gefunden und trösten uns gegenseitig über den Schmerz des Verlusts hinweg.
"Ich habe noch sechs. Das Leben das ich verloren habe, war von Mondblüte, einer alten Freundin von mir. Sie wurde von einem Dachs getötet und bekam imsterben ihrern Kriegernamen. Sie war für mich wie eine Schwester." Ein klos in meinem Hals. Dennoch zwinge ih mich weite zu sprechen. "Mondblüte gab mir in der Nacht als ich Anführerin wurde mein siebtes leben. Das Leben für Hingabe, Liebe und Aufopferung. Und dieses Leben habe ich heute Nacht verloren. Mondblütes Leben..."

Ich sage nichts mehr, blicke in die Ferne und vergesse mich einen Moment lang in alten Erinnerungen. Mondblüte und ich Jagten gemeinsam, einmal erlegten wir zusammen mit Rosly ein Reh, das sich in unser Territorium verirrt hatte. Es war nicht das erste mal das ich ein Reh sah, aber das erste mal das ich eins Jagte. wir gingen zu dritt auf es. Jeder von einer Seite. Ich war gerade Krieger geworden, Mondblüte war etwas jünger als ich und noch Schüler. Es war 10 Tage bevor sie Starb. Wir waren so stolz als wir das Reh ins Lager brachten.
Es schmeckte himmlisch, noch besser als Kaninchen. Nie werde ich diesen Geschmack vergessen...
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 10:52 pm

Ich bin berührt von der Zuneigung zu Mondblüte, die in Sonnenuntergangsstern steckt. Ich stelle mir vor, wie sie traurig zu Boden schaut und nachdenkt. Liebevoll lege ich meinen Schwanz um die Schulter meiner Mentorin und lecke ihr ein paar Mal über das Ohr. Plötzlich wird mir bewusst, das die Katze neben mir meine Mentorin und Anführerin ist. ich zucke zurück. Ich hätte mich Ohrfeigen können!
Stattdessen entschuldige ich mich schnell und schaue in die Ferne. Was soll ich sagen?

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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 11:00 pm

"Nein, ist schon gut, du misst dich nicht entschuldigen. Ich bin doch auch nur eine Katze. Siehst du? Das sind die grauenhaften Folgen die es mit sich bringt Anführer zu sein. Keine Katze sieht dich mehr als das, was du bist. Du kannst keine Freunde haben, zumindest nicht so, wie wenn du Krieger bist. Alle schauen zu dir auf, alle erwarten das du weist was zu tun ist, alle denken, was du tust ist richtig. An wen soll ich mich wenden wenn ich Hilfe brauche, wer tröstet mich wenn ich einmal nicht mehr kann?"

Ich schnaube. "Anführer. Es ist kein Segen sondern ein Fluch. Und vor diesem Fluch musste ich Rosly schützen. Ich wollte kein Anführer werden, aber ich kannte sie. Sie hat immer ein bisschen gezögert, sich immer hilfesuchend an jemand gewandt, immer... Freunde gebraucht. Sie hätte nicht durchgehalten..."

Ich kuschele mich an die Schülerin. "Komm, es ist zu weit, wir schaffen den Weg heute nicht mehr, lass uns hier übernachten und morgen weitergehen."
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BeitragThema: Re: Geschichte selber schreiben   So Jan 05, 2014 11:57 pm

Ich tappe durch die Schwärze vor meinen Augen und prüfe die Luft. Ich rieche einen kleinen Bach. "Ich geh kurz Wasser holen, kannst du vielleicht so lange einen Unterschlupf für uns suchen?", frage ich meine Freundin. Sie nickt und ich laufe los. An einer Buchenwurzel finde ich Moos und grabe es aus. Das Moos in meinem Maul renne ich los zu dem Bach und  tränke es dort. Als es voll Wasser ist nehme ich noch ein paar Schlücke. Mmmmhhh... Köstlich! Das kalte Wasser tut meinem trockenen Hals gut. Ich nehme die nassen Moosbälle wieder und renne zurück zu Sonnenuntergangsstern. Ich entdecke sie unter den Wurzeln des Baumes unter dem ich mich damals vor ihr versteckt hatte. Ich bringe die Moosbälle zu ihr. "Darf ich noch etwas jagen üben gehen?", frage ich sie. Sie nickt und wie ich draußen bin ruft sie mir, wie eine Mutter, zu ich soll auf mich aufpassen. Die Wärme in ihren Worten tut gut.
Ich prüfe die Luft. Erst rieche und höre ich nur das Rauschen des Waldes, doch dann höre ich ganz leise das Hüpfen eines Spatzes auf dem schneebedeckten Boden. Ich schleiche mich an ihn heran, verfalle in Kauerstellung und schätze seine Entfernung ab. Ungefähr 3 Schwanzlängen. Dann hechte ich in einem guten Moment nach vorne. Doch der Vogel war schneller und fliegt weg. "Mäusegalle!", rufe ich. Hinter mir spüre ich den Blick meiner Mentorin auf meinem Pelz. Ich tue so, als hätte ich sie weder gehört, noch gerochen.
Ich gleite lautlos auf dem Boden. Da rieche ich unter der Schneedecke, direkt unter mir eine Maus umherlaufen. Ich hebe meine Pfote und schlage genau auf sie drauf. Sie kreischt, doch ich töte sie mit einem schnellen Biss in ihre Kehle. Ich trage sie zu Sonnenuntergangsstern hinüber und recke stolz meinen Hals. "Hast du immernoch Hunger?", frage ich sie.

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Zuletzt von Tropfenpfote am Mi Jun 18, 2014 11:08 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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